Thienemann-Esslinger

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Alles so leicht

Ab 13 Jahre

320 Seiten

Format:
138 x 220 mm

ISBN:
978-3-522-20215-2

Übersetzt von:
Alexandra Ernst

Preis:
19,99

Erscheinungstermin:
13.07.2015

Sofort lieferbar.
Lieferzeit 3-4 Werktage.

Meg Haston

Alles so leicht

Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen, aus diesem Körper, aus diesem Leben zu verschwinden. Aber alle wollen sie daran hindern. Ihr Vater, der sie ins Therapiezentrum einweisen ließ. Anna, die so ganz anders ist als die anderen Seelenklempner. Und selbst den Mädchen, mit denen sie ein Zimmer und ein Schicksal teilt, fühlt sich Stevie jeden Tag näher. Aber sie wird sich nicht öffnen, sie hat schließlich einen Plan.

Ehrlich bis zur Schmerzgrenze, mitfühlend und hoffnungsvoll erzählt.


Pressestimmen

"Die Autorin weiß, wovon sie spricht. Schreiben sei für sie Rettung gewesen, sagt sie. In der Tradition jugendliterarischer Warn- und Aufklärungsbücher gibt sie einen Enblick in das System Selbstvernichtung."

DIE ZEIT, Christine Knödler


"Die Autorin zeigt mit ihrer bewundernswerten Geschichte jedoch schonungslos, wie es selten der Fall ist, die emotionalen wie psychischen Abgründe dieser Krankheit auf."

Eselsohr, Katharina Weinbrenner, 19 Jahre


"Ein außergewöhnliches und hoffnungsvolles Buch."

Westfälische Nachrichten, Beate Schräder


"Stark, zerbrechlich, arrogant, verletzt, die Autorin trifft den Ton der Jugendlichen und beschreibt die Gefühlswelt packend und weit unter der Oberfläche."

Mittwoch Aktuell, Antje Diller-Wolff


"Ein hervorragendes Buch, das durch seine klaren Beobachtungen und seinen Verzicht auf Pathos fesselt. Eine berührende Geschichte, die am Ende eine hart erarbeitete Hoffnung weckt."

Westfälische Nachrichten, Dorle Neumann


"Ein außergewöhnliches Buch zum Thema Magersucht und Bulimie, das unter die Haut geht!"

Münchner Merkur, Dominique Salcher


"'Alles so leicht' ist ein literarischer Jugendroman von ganz besonderer Wucht und Schönheit."

Literacy.at



Extras & Events

Buchtrailer | Alles so leicht

Die 17-Jährige Stevie hat nichts mehr zu verlieren. Sie ist fest entschlossen aus ihrem Leben zu verschwinden. Hier geht's zum Trailer!  mehr ...

Leserstimmen

Alles so leicht

Lena (18-04-16 14:29)

Ein gutes Buch, die Geschichte ist originell und glaubhaft dargestellt.
Dennoch lassen sich Charaktere erkennen, die in vielen Geschichten vorkommen.

Alles so leicht - oder doch nicht?

goat (30-10-15 22:24)

Nur dem Umstand, dass Stevie "erst" siebzehn ist, ist es zu verdanken, dass sie sich einer Therapie nicht allein entziehen kann. Ihr Vater hat in der letzten Sekunde die Reißleine gezogen. Hungert seine Tochter noch weiter, dann wird es sie bald nicht mehr geben. Aber genau das hat Stevie vor: Bevor der Todestag ihres Bruders sich zum ersten Mal jährt, möchte sie diese Welt verlassen haben. Und nichts und niemand wird sie davon abhalten …

„Alles so leicht“ ist gar nicht mal so leicht und ließ mich an manchen Stellen schon sehr nachdenklich werden. Diese Krankheit ist sehr schlimm, aber ich bin mir sicher, dass Meg Haston mit ihrem Roman einen großen Teil dazu beitragen kann, wachzurütteln. Ein sehr schöner Text zu einem nicht sehr schönen aber doch wichtigem Thema. Ich habe mich schnell in die Lage von Stevie hineinversetzen können, weil die Autorin mit ihrer lebhaften Schreibweise alles wahnsinnig authentisch rüberbringen kann. Die Einlieferung in die "Klinik", Stevies Gedanken und auch ihre Gefühle. Es wird schnell klar, dass sich Stevie mit ihrem Umfeld auseinandersetzen muss, denn sterben wird man sie dort nicht lassen. Durch die strenge Überwachung wird sie ihren Plan auch nicht in die Tat umsetzen können. Doch die Frage, die sich dem Leser die ganze Zeit stellt ist, wie es der Therapeutin gelingt, Stevies Vertrauen zu gewinnen und ob sie e auch schafft, Stevies Denken in die richtige Richtung zu lenken.

Zusätzlich zum guten Schreibstil, machen die überzeugenden Charaktere einen Großteil dieses wundervollen Jugendromans aus, der für mich einer der besten Jugendromane in den letzten Jahren ist. Ich kann ihn nur empfehlen und vergebe fünf Sterne.

Was bleibt, ist das Gefühl

Melanie Reichert (22-08-15 19:37)

Zunächst einmal muss ich den Roman in einem Wort zusammenfassen: Wow! Endlich mal wieder eine Geschichte, die mich von vorne bis hinten begeistern konnte und auch nicht mehr losgelassen hat. Entgegen dem Titel und dem malerischen Cover ist die Story alles andere als leicht. Die Autorin weiß, von was sie schreibt und deshalb geht der Leser mit den Chrarakteren durch alle Höhen und Tiefen – und von den Tiefen gibt es weiß Gott genug.

Wir bekommen diesen mitfühlenden Roman aus Sicht der Protagonistin Stevie erzählt. Schon auf der ersten Seite wird klar, dass sie ein riesiges Päckchen zu tragen hat. Es bedarf nicht vieler Worte, damit der Leser abgeholt wird. Man schlägt das Buch auf, fängt an zu lesen und ist schon mitten drin. Immer wieder wird die eigentliche Geschichte durch Flashbacks unterbrochen, um die Vergangenheiten von Stevie zu beleuchten. So setzt sich das Puzzle langsam zusammen und viele Dinge ergeben spätestens dann einen Sinn.

Stevie ist ein sehr komplexer Charakter. Viele Fassetten zeigen sich erst nach und nach, aber der Leser muss von Anfang an mit ihr mitfühlen. Sie ist nicht die typische Heldin und hat eigentlich so gar nichts heldenhaftes an sich und doch hat mich dieses Mädchen tief berührt. Die Autorin lässt die Protagonistin so real erscheinen, dass man ihr auch jedes Gefühl – jedes Lächeln, jeder Wutanfall und auch jede Träne – abnimmt. Sie ist durch und durch authentisch. Diese Symphatie für Stevie hat wohl auch dazu beigetragen, dass ich das Buch förmlich verschlungen und praktisch nicht aus der Hand gelegt habe. Die ganze Geschichte steuert auf diesen einen Punkt hin und der Leser ist wie hypnotisiert, kann sich dem Sog der Geschehnisse nicht entziehen.

Man merkt, dass sich die Autorin viel Mühe mit den Charakteren gegeben hat. Sie stellt nicht viele Personen in den Mittelpunkt, selbst die Nebencharaktere erscheinen zunächst nur im Hintergrund zu agieren, aber dann sind da immer wieder liebevolle Details, die sie lebendig machen und schlussendlich stehen auch sie im Mittelpunkt – ohne dass man es gemerkt hat. Für die Charakterzeichnung möchte ich deshalb ein großes Lob aussprechen. Wer kennt das nicht? Die Geschichte kann noch so gut sein, wenn sie keine authentischen Charaktere hat, ist sie doch keine gute Geschichte.

Ich denke, dass das Thema Bulemie den Kern der Zeit trifft. Es ist mutig, offen über dieses Thema zu schreiben. Dabei ist Haston nicht nur nüchtern und direkt, sondern auch einfühlsam vorgegangen. Sie beschönigt nichts. Alles wird direkt angesprochen und die Ehrlichkeit, die Stevie an den Tag legt, hat mich manchmal auf emotionaler Ebene doch sehr schlucken lassen. Auch das Thema Schuld spielt eine große Rolle in dieser Geschichte. Ich denke, dass hier jeder auf die ein oder andere Art angesprochen wird, denn wir alle haben uns sicher schon mal wegen etwas schuldig gefühlt.

Das Buch hat mich zum Denken angeregt und wird so schnell nicht wieder aus meinem Kopf verschwinden. Wir bekommen ein ernstes Thema offen und ehrlich präsentiert. Die Personen, die dabei im Mittelpunkt stehen, sind sowohl authentisch als auch stark – der eine mehr wie der andere. Ich kann Stevies Geschichte wirklich jedem ans Herz legen, der in das wahre Leben eintauchen und eine Achterbahnfahrt der Gefühle erleben möchte. Mehr Echtheit geht nicht.

Bewertung: 5/5 Sterne

Eher 'alles so schwer' würde ich sagen ...

Janine2610 (12-07-15 22:11)

Leichte und angenehme Kost ist der Inhalt dieses Buches ganz bestimmt nicht. Die Protagonistin Stevie leidet nämlich an einer Essstörung und wurde von ihrem Vater in ein Therapiezentrum geschickt, wo sie wieder gesund werden soll. Dabei hat sie ja ganz andere Pläne ...

Stevies bisheriges (17-jähriges) Leben ist geprägt von dem Glauben, dass sie untragbar, 'zu viel' für ihre Mutter wäre. Sie glaubt, dass ihre Mutter wegen ihr die Familie verlassen hat und dass sie Schuld an dem Unfalltod ihres Bruders Josh war. Für mich also kein Wunder, dass sie dadurch Gedanken ans Verschwinden/sich zu Tode zu Hungern hat.

Leider war mir Stevie von Anfang an unsympathisch. Ihre Gedanken zu den meisten Menschen in der Geschichte sind eher gehässig und abwertend. Natürlich könnte man das auf ihre Krankheit schieben, auf mich hat das aber trotzdem andauernd ziemlich abschreckend und asozial gewirkt. Mit solchen Menschen will ich in der Regel im wahren Leben nichts zu tun haben müssen und so ging es mir beim Lesen auch. Ich bin mit Stevie erst gegen Ende des Buches ein bisschen warm geworden, als sie 'umgänglicher' geworden ist und sympathischere Dinge gedacht oder von sich gegeben hat. (Wer sich den Buchtrailer noch ansieht: genauso unsympathisch, wie die Stimme darin klingt, war mir Stevie im Großteil des Buches auch. - (Für mich) eigentlich die perfekte Stevie-Stimme!)

Ich glaube fast sagen, dass das Buch zum Teil biografisch ist, obwohl die Autorin das so nicht erwähnt. Aber Meg Haston dürfte wohl selbst einmal wegen einer Essstörung in Therapie gewesen sein.
Das Buch ist jedenfalls ein Jugendroman und ich finde, dass es sich auch genau so wie einer liest. Der Inhalt ist manchmal schon echt hart und erschreckend und nicht schön, aber gerade deshalb fand ich den Ausgang der Geschichte auch nicht wirklich zu 100% passend. Der war mir dann doch eine Spur zu schön. Nicht ganz authentisch eben ...

Was mir gut gefallen hat, waren die Rückblenden, die zeitweise vorhanden waren. Darin werden Situationen und Momente erzählt, in denen Stevie mit ihrem Bruder Josh und/oder ihrer Freundin Eden zusammen ist. Es wird darin sehr gut deutlich, wie die Beziehung zu den beiden ist und was die beiden eigentlich für Menschen sind. Und diese Rückblenden, an die sich Stevie erinnert und auch mit ihrer Therapeutin Anna (Stevie hat sie immer SK = Seelenklempner genannt) bespricht, sind in der Therapie wichtige Schlüsselszenen, die ihr wohl auch bei ihrer Genesung helfen.

Ein Buch, in dem es ganz viel um Eltern, Brüder und Freundschaften geht, in dem ein Unfall mit Todesfall der Auslöser einer lebensbedrohlichen Krankheit ist und in dem auch vermittelt wird, dass eine gute Therapie lebensrettend sein kann. Also ein Buch, das definitiv lesenswert ist, von mir aber trotzdem keine fünf Sterne erhält, weil ich mit der Hauptprotagonistin nicht klar gekommen bin.

Zu Tode hungern?

Melanie (12-07-15 08:51)

„Alles so leicht“ entwickelt sich erst nach und nach zu einer runden Story, denn anfänglich wurde ich mit der Protagonistin nicht warm, da sie mir oberflächlich und ihre Gedanken lediglich von Todessehnsucht geprägt. Sich zu Tode zu hungern erschien mir keinesfalls nachahmenswert und ergab auch nicht sofort einen Sinn. Alles hat einen Ursprung, so auch die Bulimie, die hier die Folge eines tiefen seelischen Schmerzes ist. Angefangen in der Kindheit und endend nachdem ihr Bruder Josh bei einem Unfall zu Tode kam. Das Ziel sich zu Tode zu hungern entsteht durch Schuldgefühle, die Stevie nicht anders umzusetzen vermag, als dass sie am ersten Todestag selbst sterben will. Ihr Vater ergreift drastische Mittel und lässt sie in ein Therapiezentrum für Essgestörte einweisen. Dort angekommen, verweigert Stevie alles, sei es Nahrung oder auch Zuneigung der anderen Mädchen. Innerhalb dieser Zeit verändert sich Stevie und wir lernen sie um einiges besser kennen, nehmen Einblick in ihrer Vergangenheit und nehmen somit auch Verlustängste und Schuldgefühle wahr. Es geht hier nicht nur um Essstörungen, obwohl dieses einen hohen Stellenwert hat, sondern zeigt deutlich eine psychische Erkrankung. Nicht nur Stevie wird beleuchtet, sondern auch einige der anderen Mädchen, die sich in Therapie finden, dadurch wird definitiv verdeutlicht, wie wichtig ein gesunder Rahmen auch innerhalb von Familien ist, obwohl eine Essstörung natürlich immer etwas ist, wofür ich mich selbst entscheide. Ein Trauma oder anderes, kann natürlich dazu führen, dass es krankhaft bedingt ist. Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn es ist mir natürlich auch bewusst, dass auch ein gesundes Familienleben dazu führen kann, dass Mädchen / Jungen an einer Essstörung oder einer psychischen Erkrankung leiden. Dies ist auch nicht die Aussage, die ich machen wollte, es dreht sich hier lediglich um Stevie und diversen anderen Mädchen im Therapiezentrum und dort sind die Familienverhältnisse einfach sehr schwierig und den Mädchen fehlt es an Halt und Lebenswillen.

Insgesamt empfand ich „Alles so leicht“ als sehr authentisch, auch wenn ich ein klein wenig Seiten gebraucht habe, um mit Stevie warm zu werden. Ich hatte mich ganz bewusst für dieses Buch entschieden, da es mich wirklich fasziniert, wie wenig manche Mädchen/Jungen ihren Körper wertschätzen, bzw. die Umstände, die zu dieser Erkrankung führen. Interessant ist hier die Therapeutin Anna, die mich spontan an Anorexia nervosa – Magersucht erinnert und so sicherlich auch von der Autorin gewollt wurde. Bulimie (Ess - Brechsucht) nimmt ebenfalls einen großen Teil des Buches ein, Es dient nicht der Aufklärung, sondern lediglich der Heranführung in die Thematik. Durch den locker - flockigen Schreibstil ist „Alles so leicht“ einem Jugendbuch angemessen und hat mich wirklich bewegt. Bewegt dadurch, dass ich eine zutiefst verletzte junge Frau kennen lerne, die das Leben so wie es zum jetzigen Zeitpunkt ist, nicht attraktiv genug findet, um es weiterzuleben.

Ich könnte so viel mehr von meinen Eindrücken schreiben, würde das Buch aber zu sehr spoilern, daher muss ich mich doch etwas zurücknehmen. Was ich möchte, ist eine Leseempfehlung aussprechen für ein authentisches und auch sehr einfühlsames Jugendbuch, welches eine Erkrankung beleuchtet, die leider viel zu aktuell ist. Zutiefst bewegt haben mich Stevies Beweggründe, die nicht sofort klar sind, sondern sich im Laufe der Therapie entwickeln, nachdem sich Stevie anfängt ihren Problemen zu stellen. Ich konnte mich auf emotionaler Ebene sehr gut auf Stevie einlassen, obwohl dies nicht gleich von Anfang an geschehen konnte. Die ersten Eindrücke erschienen mich förmlich vor Oberflächlichkeit zu erschlagen, was sich dann nach und nach wandeln konnte und sich zu einem Buch entwickelte, was nachdenklich stimmt und zutiefst berühren konnte.




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