Thienemann-Esslinger

Logo
Wir beide wussten, es war was passiert

Ab 13 Jahre

208 Seiten

Format:
138 x 220 mm

ISBN:
978-3-522-20219-0

Preis:
14,99

Erscheinungstermin:
15.07.2016

Sofort lieferbar.
Lieferzeit 3-4 Werktage.

Steven Herrick

Wir beide wussten, es war was passiert

... und wie ich mich abmühte,
selbstsicher zu erscheinen.
Und er antwortete: Ja, toll.
Und ich sagte auch: Toll.
Und danach machte ich mich
wieder ans Wischen
und versuchte zu wirken,
als wenn nichts passiert wär,
obwohl wir beide wussten,
es war was passiert.

Eine poetische Geschichte vom und zum Verlieben, übersetzt von Uwe-Michael Gutzschhahn

Auszeichnungen

Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017, Jugendbuch des Monats , Favorit der Leipziger Jugend-Jury, Auf der Empfehlungsliste "Die 7 besten Bücher für junge Leser", Leselotse Empfehlungsliste


Pressestimmen

"Drei Menschen erzählen jeder für sich in punktgenauen Texten, wie sie aufeinander treffen, sich kennenlernen, sich näherkommen und schließlich retten. Poetisch und einmalig schön – eines der Highlights der Saison!"

Buchkultur, Andrea Wedan


"Trotz der überschaubaren Handlung wird eine gefühlvolle Geschichte von Freundschaft, der ersten Liebe und dem Wert der kleinen Dinge im Leben erzählt, die für Jugendliche ab 13 Jahren geeignet ist. Aufgrund der rhythmischen Prosa und der moralisch vorbildlichen Entscheidungen der Figuren hebt es sich von unzähligen anderen Liebesgeschichten ab."

Lesebar Uni Köln


"Die in Versform gebrachte Erzählung [...] fasziniert mit ihrem Sprachklang und lebensbejahender Grundstimmung. Gleichzeitig ist sie eine Huldigung an die Literatur und die Freiheit."

Börsenblatt


"Dieser Roman kennt keine Gattungsgrenzen: "Wir beide wussten, es war was passiert" erzählt in Versen und dabei ganz unsentimental von der Suche nach Glück, Selbstbestimmung und Liebe."

Buchjournal, Thomas Pauly


"Voller Poesie und rythmischer Eleganz eröffnet dieser Text einen Lebenskosmos."

BuchMarkt, Katrin Rüger


"'Wir beide wussten, es war was passiert' sucht das wirklich Bedeutsame in den kelinen Dingen und liegt damit goldrichtig."

Art.5/III, Franziska Gurk


"Die drei Hauptfiguren kommen abwechselnd zu Wort und treiben die Geschichte in einem packenden Rythmus weiter. Freundschaft und Liebe wenden schließlich alles zum Guten: Offenbar erfüllt sich hier eine Mission, und das fühlt sich wunderbar an."

Badische Zeitung, Ursula Thomas-Stein


"'Wir beide wussten, es war was passiert' erzählt eine sehr schöne Geschichte für zwischendurch, die einen zum Nachdenken anregt und viele Weisheiten lehrt."

lizzynet


"'Wir beide wussten, es war was passiert' ist eine Art Epos. Herricks Buch zeigt, dass auch eine Geschichte in Versform fesseln und verzaubern kann - und sich überraschend leicht liest."

ekz


„Eine berührende Freundschafts- und Liebesgeschichte in versartigen Monologen.“

Westfälische Nachrichten


"Es ist eine wunderschön erzählte "Erste Liebe"-Geschichte [...] - für mich große Literatur."

Deutschlandfunk, Ute Wegmann


"Trotz des berührenden Happy Ends schließt die Knappheit der lyrischen Sprache Steven Herricks jede Sentimentalität aus."

Süddeutsche Zeitung, Roswitha Budeus-Budde


"Der melancholische Ton der lyrischen Prosa will nicht schönreden, sondern stellt sich den Realitäten zwischen Arm und Reich auf subtil poetische Weise."

Seitenweise



Leserstimmen

Wir beide wussten es war was passiert

Klaus D. (19-12-16 14:51)

Billy haut von zu Hause ab. Er ist 16 Jahren alt und will endlich seinem Vater der trinkt und ihn schlägt entkommen. Billy kommt als Zug – Tramper in einer fremden Stadt an und nimmt einen alten ausrangierten Bahnwaggon als neues Zuhause in Besitz, in dem er von nun an wohnt.
Sein Nachbar ist Old Bill, ein alter Säufer, der mit einer traurigen Geschichte leben muss. Nach und nach werden die beiden Freunde.

Und dann gibt es ja da auch noch Caitlin. Sie arbeitet in dem Burgerrestaurant, in dem Billy sein Essen zusammensucht. Von Caitlin ist Billy bald fasziniert. und Caitlin….

Drei Menschen treffen aufeinander. Irgenwie entsteht Freundschaft. Es sind drei, die sich brauchen, weil sie an einem Punkt in ihrem Leben angekommen sind, wo es ohne jemand anderes, der genau richtig ist und genau zum richtigen Zeitpunkt da ist, nicht mehr weitergehen kann.

Die Geschichte von Billy, Old Bill und Caitlin berührt. Sie strahlt einen Zauber aus, der nicht künstlich ist, sondern in der Geschichte und in den Protagonisten klingt.

Zunächst verwirrt die sehr sachlich wirkende Sprache, in der die Geschichte(n) erzählt sind. Aber sie fasziniert auch. Die Eindrücke und Wirkungen, die jeder der drei Menschen erlebt, sind klar und nachvollziehbar. Die Geschichte bewirkt einen Sog, der es kaum erlaubt das Buch aus der Hand zu legen, wenn man sich an die außergewöhnliche Textsetzung gewöhnt hat.

Wir beide wussten,… steht auf der Empfehlungsliste „Die 7 besten Bücher für junge Leser“ August 2016, Jugendbuch des Monats.

Zu Recht!

Wir beide wussten es war was passiert

Carolin G. (19-12-16 14:48)

Zum Inhalt:
Billy hat die Schnauze voll. Er beschließt die Schule zu schmeißen und von Zuhause abzuhauen. Doch sehr weit kommt er nicht, denn er hat kaum Geld in der Tasche. Er bezieht einen ausrangierten Güterwagon. Er versucht sich durchzuschlagen, isst Reste bei McDonalds und bemerkt ganz schnell, dass das Mädchen, Caitlin, das dort die Tische putzt sehr hübsch und nett ist. Schnell freunden sich die beiden an und treffen sich auch außerhalb ihres Arbeitsplatzes. Doch Billy beschäftigt noch etwas ganz anderes. Sein Nachbar Old Bill scheint tieftraurig und in sich gekehrt zu sein. Billy tut alles um ihm zu helfen und Caitlin zu beeindrucken.

Meine Meinung:
"Wir beide wussten, es war was passiert" ist ein kleines, aber feines Buch, das vom Fallen und wieder Aufstehen erzählt, von den dunkelsten Stunden des Lebens und der Liebe.

Erzählt wird das Buch abwechselnd aus der Sicht der drei Protagonisten. Und dies jeweils aus der Ich-Perspektive. Die einzelnen Kapitel sind sehr kurz und knackig, weswegen man superschnell voran kommt. Die Geschichte ist definitiv sehr poetisch, wie es der Verlag selbst auch ankündigt.

Eigentlich passiert in der Geschichte recht wenig. Billy läuft von daheim weg und versucht sich durchzuschlagen. Er lernt Old Billy und Caitlin kennen und schließt Freundschaften. Sowohl er als auch die beiden anderen erzählen vom Entstehen dieser Freunschaft.

Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen. Er versteht es die Emotionen mit sehr wenigen Worten zu transportieren und die Stimmung des Buches super rüber zu bringen. Ich konnte mir Billy neue Welt super vorstellen und komplett darin eintauchen.

Auch die Freundschafts- bzw. Liebesgeschichte gefällt mir gut. Zunächst deutet es nicht so richtig an, dass es wirklich um Liebe geht und dann geht alles recht schnell. Für meinen Geschmack mal wieder etwas zu schnell. Ich mag es einfach viel lieber, wenn so etwas langsam vonstatten geht und nicht so schnell. Erst Freundschaft und dann zack liegen sie zusammen im Bett. Da fehlt mir einfach der zarte Mittelteil, das Kennenlernen, das Annähern.

Das Buch ist wirklich ein besonderes kleines Erlebnis. Die poetische Sprache des Autors, die leise Handlung und die einprägsamen Protagonisten, machen das Buch zu einem Erlebnis. Das Ende ist schön und rundet das Buch toll ab. Besonders die Beziehung zwischen Billy und Old Bill und deren Entwicklung gegen Ende hat mich nachhaltig beeindruckt.

Fazit:
Ein poetisches, kleines Buch, das von der Liebe erzählt, von Tiefschlägen und vor allem von der Macht der Freundschaft.




Weiterempfehlen:


Das könnte euch auch interessieren