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Geschichten-Werkstatt

Hinter den Kulissen einer Illustratorin

Wie Daniela Kulot wohl auf die Ideen für die Bilder zu „Gefährliche Sachen zum Zählen und Lachen“ gekommen ist? Die Illustratorin erzählt es euch und zeigt euch einen Blick in ihr Atelier!

Wie enstand die Idee zum Buch „Gefährliche Sachen zum Zählen und Lachen“?
Ich habe einfach einen Riesenspaß daran, mit Worten und Sprache zu jonglieren. In meinem „Das alleralbernste ABC-Buch“ spielte ich bereits mit den Buchstaben von A bis Z. Da gibt es Sätze wie „Ali Aligator achtet am Abend auf alle armen Angsthasen“ bis hin zu „Zimtzicke Zora zieht Zauberer Zittermann zehn zwickende Zähne“.

Die logische Fortsetzung war dann natürlich ein Zahlenbuch. Zahlen von 1 bis 20. In einer ruhigen Morgenstunde flog mir der Titel „Gefährliche Sachen zum Zählen und Lachen“ zu. Der Titel allein bietet ja schon eine Unmenge an Möglichkeiten. Und nun ran an den Text und die Skizzen.

Text und Bildideen entstehen bei mir immer parallel. Ich entwerfe Sätze, gleichzeitig zeichne ich dazu schon erste Ideen. Es entstehen Hunderte von Skizzen.

Irgendwann muss ich mich aber festlegen und aus den vielen Skizzen aussagekräftige Bilder kreieren.

Was waren die besonderen Herausforderungen an diesem Buch?
Anders als bei einem erzählenden Bilderbuch, bei dem die Figuren vom Anfang bis zum Schluss immer die gleichen sind, musste ich bei diesem Buch für jede Seite neue Charakter erfinden. Und da ja bei den Zahlen von 1 bis 20 immer mehr Figuren hinzukommen, hat sich das zu einer ziemlich großen Menge entwickelt, klar. Jede einzelne Figur soll auch noch einen ganz individuellen Ausdruck haben. Dafür braucht man dann eben viel Zeit. Und die hatte ich auch. Über ein halbes Jahr habe ich an diesem Buch gearbeitet.

Hier seht ihr die Strichzeichnung von der gefährlichen Sache Nummer 14: „Wenn 10 Zebras mit 4 Vampiren ein Tänzchen riskieren“.

Die Handzeichnung scanne ich dann ein und koloriere sie am Computer.
Nun darf man aber nicht denken: „Ach Betrug, ich dachte, das ist alles handgemacht“. Am Computer male ich genauso wie auf dem Papier. Zuerst lege ich die Hintergrundfarben an, dann arbeite ich die Figuren aus und zum Schluss all die Details.
Der einzige Vorteil ist, dass ich nicht bei jedem Farbwechsel einen Pinsel auswaschen muss und dass ich viel leichter Änderungen vornehmen kann. Wenn mir zum Beispiel die Hintergrundfarbe nicht passt, kann ich einfach eine neue Farbe ausprobieren und muss nicht alles wieder neu malen.

Hier an meiner Pinnwand behalte ich über alle Seiten den Überblick. Auf kleinen Zetteln mache ich mir ständig Notizen, was noch geändert werden sollte.

Kinder fragen mich bei Lesungen immer wieder: „Ist das nicht langweilig, so viel malen zu müssen?“ (Schade eigentlich, dass Kinder in dem Alter das Malen schon als Last empfinden. Nun ja, ein anderes Thema ...).
Nein, ganz im Gegenteil. Es gibt doch nichts Schöneres, als sich monatelang in eine Sache vertiefen zu dürfen und ein wenig das viele Drumherum vergessen zu können.

Und hier gibt es noch einen Blick in mein Atelier. An diesem Tisch liegt übrigens meine echte Malpalette. Auf dem Zeichenbrett sieht man das Eichhörnchen im Formel-1-Rennwagen von Seite 1, das ich noch mal gemalt habe, um es einem lieben Freund zum Geburtstag zu schenken.

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Buch zum Beitrag

Daniela Kulot

Gefährliche Sachen zum Zählen und Lachen

Was macht das Einhorn auf dem Einrad in der Einbahnstraße? Was stellen die zwei Zwillingszwerge mit den zwei Zwickzangen an? Und was passiert, wenn zehn Zebras auf sechs Säbelzahntiger treffen?

 

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