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„Ich möchte etwas zurückgeben“

Wie kommt ein Profi-Fußballer dazu, plötzlich ein Buch zu schreiben? Lest im Gespräch mit Lukas Podolski, wie es zu seinem neu veröffentlichten Buch „Dranbleiben“ kam.

Er hat seine Chance als talentierter Fußballer genutzt – nun engagiert er sich für die Chancen anderer.
Lukas Podolski setzt sich seit einigen Jahren neben seiner Profikarriere für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ein. Seine Stiftung, die Lukas Podolski Stiftung für Sport und Bildung, unterstützt verschiedene Projekte, darüber hinaus ist er als ARCHE-Botschafter aktiv. „Ich möchte etwas von dem zurück geben, was mir durch den Fußball und durch das Glück einer Profikarriere gegeben wurde“, erklärt Podolski.
Mit seinem Buch knüpft er an dieses Engagement an: Podolski macht deutlich, welche Werte ihm wichtig sind und welche Menschen ihn geprägt haben. Er gewährt dem Leser Einblicke in sein Privatleben, schildert seinen Werdegang und seine Karriere. Außerdem erzählt er von Begegnungen mit Jugendlichen, denen er dabei helfen will, ihre Träume zu leben.
Neben Bundestrainer Jogi Löw, der das Vorwort zum Buch geschrieben hat, kommen zahlreiche weitere prominente Stimmen aus dem Fußball und der Sportwelt zu Wort. Sie zeigen eindrucksvoll, dass Podolski die Werte lebt, über die er schreibt, und dass er seinen Erfolg als Verpflichtung versteht, sich für andere einzusetzen. Ganz persönlich, durch dieses Buch, will er Kinder und Jugendliche darin bestärken, ihre eigenen Talente zu erkennen und Chancen zu nutzen.
„Dranbleiben!“ ist ein Buch für fußballbegeisterte Jugendliche, für Poldi-Fans, die mehr über ihr Idol erfahren möchten, und für alle, die sich für den Lebensweg und das Engagement eines Spitzensportlers interessieren.

Lieber Herr Podolski, Sie engagieren sich für Kinder und Jugendliche. Über Ihre Stiftung, aber auch als Botschafter für die ARCHE, unter anderem über das Buchprojekt mit dem Gabriel Verlag. Was ist Ihre Motivation?

Das Leben hat mir viel gegeben. Der Fußball ermöglicht mir inzwischen ein sehr
privilegiertes Leben, aber ich habe nie vergessen, wo ich herkomme. Heute kann ich zurückgeben, und das möchte ich über die „Lukas Podolski Stiftung“ tun. Vor allem geht es mir darum, sozial benachteiligten Kids eine Perspektive zu geben. Die Chancen auf ein gutes Leben sind nicht gleich verteilt, je nachdem in welchem Land und in welche soziale Schicht man geboren wird. Das ist ungerecht und ich kämpfe dagegen an. Ich nutze mich und meine Prominenz, um darauf aufmerksam zu machen, und sammle über meine Stiftung Gelder, die in Sport-und Bildungsprojekte fließen.

Was gefällt Ihnen an der Arbeit der ARCHE?

Die Arche macht einfach genau das, was ich wichtig und richtig finde. Ihr Ziel ist es, Kinder von der Straße fernzuhalten und ihnen Perspektiven aufzuzeigen. In ihren Einrichtungen gibt es kostenlos eine warme Mahlzeit, Hausaufgabenhilfe, sinnvolle Freizeitbeschäftigungen und vor allem viel Aufmerksamkeit. An all dem mangelt es diesen Kindern. Staatliche Institutionen leisten an dieser Stelle nicht genug, die Kinder fallen durch's Raster. Es kümmert einfach niemanden, ob sie morgens zur Schule gehen oder nicht, und dass sie ohne Abschluss wohl wie ihre Eltern von Hartz IV leben werden. Die Arche versucht, diesen Teufelskreislauf der Armut zu durchbrechen.

Wann hatten Sie überhaupt Zeit für das Buch?

Das ist einfach eine Frage der Organisation. Der Tagesablauf eines Profi-Fußballers ist ziemlich durchgetaktet, und in der englischen Liga gibt es noch mehr Spiele und noch weniger Pausen als in der Bundesliga. Aber es lässt sich immer Zeit finden für Dinge, die einem wichtig sind. Die habe ich mir genommen, denn es war mir wichtig dieses Buch zu schreiben.

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